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Reisen

Von Moderne bis zum Ursprung

Und wieder ging es am Donnerstag abend daran meinen kleinen Suessen Trollikoffer zu packen. Da ich die Haelfte (naja zumindest kurze Hose und Digitalkamera) vergessen hatte, liegt der Verdacht nahe, dass ich unter Stress besser packen kann als ohne. Hatte zwar meine Decke eingepackt, da es in den Reisebussen immer sehr kalt sein sollte, aber war der festen Ueberzeugung, dass ich meine Zahnbuerste vergessen hatte. Um dann abends im Hotel festzustellen, dass ich meine Zahnbuerste doch dabei hatte. Hatte mir natuerlich inzwischen noch eine gekauft. Shit happens!

Aber nun zu unserem Reisetrip. Am Donnerstag stellte sich auf einmal raus, dass Sandra noch eine weitere Praktikantin (=Marion) gefragt hatte, ob sie auch noch mitkommen wolle. So wurde das Hostel umgebucht und wir waren auf einmal zu fuenft. Am Freitag abend ging es aber dann erstmal zu viert mit dem Bus Richtung KL, da Marion am Samstag morgen mit dem Flugzeug nachkommen wollte. Bevor es auf die doch lange Reise ging, musste noch essen (lecker Sushi) und fuer Martina Oreo’s organisiert werden. Da wir uns zeitlich mal wieder ein bisschen verschaetzt hatten kamen wir leicht abgehetzt und nach Veri, die wegen ihrer langen Arbeitszeit direkt kommen sollte, beim Bus an. Das „einchecken“ hat problemlos geklappt und so ging es in den Deluxesitzen puenktlich los Richtung KL. Die Grenze haben wir (mal abgesehen von Martinas Fotoversuchen und Sandras Ueberraschung, dass man an einer Grenze zweimal durch die Kontrollen muss – erst ausreisen dann einreisen) problemlos hinter uns gebracht und eh wir uns versahen tauchte gegen halb eins im Fenster die spektakulaer beleuchteten Petronas Towers (hoechste freistehende Zwillingstuerme der Welt - auch schon vor dem 11. Sept.) KLs auf. Wenig spaeter waren wir am Busbahnhof. Leider hielt der Bus an der Strasse davor, so dass es sich als ein schweres Unterfangen rausstellte das Hotel zu finden. Die Logik der Hausnummerierungen in KL verstehe wer will. Wir haben es nicht verstanden. Nach einer halben Stunde Suche begaben wir uns in die Haende eines Taxifahrers, der erstmal in die falsche Richtung fuhr, aber dann doch (nachdem er in einem anderen Hotel nachgefragt hatte) den Weg noch fand. Das Hotel war in Ordnung und Martina und ich konnten es uns in einem schicken 3 Bettzimmer breit machen und somit konnte ich das Zimmer mit Aircon geniessen, da Martina am anderen Ende des Zimmers genaechtigt hat (wir verstehen uns prima, aber beim individuellen Temperaturempfinden sind wir nicht wirklich kompatibel). Da ich morgens ohne Probleme aus dem Bett (im Gegensatz zu anderen ) bin ich nach einer herrlichen Dusche erstmal losgezogen um die Bustickets fuer abends nach Melaka zu organisieren. Danach ging es dann los zu den Petronas Towers fuer die es an einem Tag nur 1300 kostenlose Tickets gibt und nachdem Andy und Tom vor ein paar Wochen schon in KL waren und recherchiert hatten, dass man um 11 Uhr keine Tickets mehr bekommt, beschlossen wir auf Nummer sicher zu gehen. Wir standen also um 9 in der Schlange und ergatterten fuer 11 Uhr die Tickets fuer die Skybridge (Verbindungsbruecke zw. den Tuermen). Nun ging es an ein entspanntes Fruehstueck um danach gestaerkt den gigantischen Ausblick geniessen zu koennen. Die Towers sind schon sehr spektakulaer. Aber der Blick vom KL Tower (7. hoechster Turm) war noch toller. Leider haben die Erbauer des Petronas Tower diese in der falschen Achse gebaut, so dass man nur einen Tower vom KL Tower aus sieht. Aber das ist dann auch nur noch ein Schoenheitsfehler. Nach diesen Erlebnissen ging es mit dem Taxi (hab doch heftigere Probleme mit dem Knie als ich manchmal wahrhaben will) nach Chinatown, dabei stellte sich dann zum ersten Mal raus, dass eine 5er Gruppe unpraktisch ist, da man noch nicht mal ein Taxi zusammen nehmen kann. Ausserdem ist eine Fuenfergruppe unter bestimmten Konstellationen schlimmer wie ein Sack Floehe staendig ist einer verschwunden (CDs brennen lassen hier, Handtasche kaufen dort, Schattensuchen usw.). Nachdem das Shopping erledigt war, konnten wir uns aber auch mal der Nahrungsaufnahme widmen. Lecker wars. So gestaerkt ging es dann durch Chinatown hindurch Richtung National Moschee, vorbei an der Old Railway Station. Hier habe ich es das erste Mal bereut meine Kamera nicht dabei zu haben, da diese Fassaden so herrlich sind. Toll, alleine dafuer wuerde ich nochmal nach KL zurueckkehren. Die National Moschee hat eine fuer mich ueberraschend moderne Architektur. Um hineingehen zu koennen mussten wir uns wie kleine Rotkaeppchen (bloss in Blau) verkleiden und warm war das unter den Klamotten. Schrecklich. Eine uebermotivierte Mitarbeiterin der Moschee hat uns auch gleich eine zuerst informative und dann propagandistische „Maerchenstunde“ reingedrueckt, die ausser Marion glaube ich alle nach 3 Minuten ziemlich nervig fanden. Nachdem wir dann alle wieder vor der Moschee waren (ich sage nur Floehe) ging es weiter Richtung hoechster Fahnenmast der Welt, diesen uebersieht man dann schon fast wieder wenn man direkt davor steht. Nach einigem ueberlegen beschlossen wir nun unser Sightseeing zu beenden und nach einem Kaffee langsam Richtung Hotel aufzubrechen, um das Gepaeck einzusammeln. Das Finden des richtigen Busses und die Fahrt nach Melaka (in einem nicht mehr ganz so schicken Bus) waren bis auf das „kleine“ Problem von Martina und spaeter auch von mir, dass wir dringend mal fuer kleine Koenigstiger mussten, eigentlich sehr entspannt (es geht doch nichts ueber eine Runde Maedelstratsch, wenn man eh schon unter einer Decke steckt). Angekommen in Melaka suchten wir uns gleich ein Taxi, da wir keinen Ahnung hatten wo unser Hostel sein sollte. Die Taxifahrer stellten sich diesmal aber als sehr kompetent raus und nach 10 Minuten Fahrt waren wir am Ziel. Das Hostel loeste dann auch gleich bei zwei Mitreisenden Begeisterungsrufe aus. Fuer mich, die ich doch schon die eine oder andere Juhe gesehen habe ( und das auch schon zu unrenovierten Zeiten) war das nicht ganz verstaendlich, aber nun ja. Bei Sandra liess der Enthusiasmus dann auch schnell wieder nach, als sie feststellen musste, dass es kein warmes Wasser zum duschen geben wuerde. Warum Marion trotzdem solange geduscht hat bleibt ein Raetsel. Leider konnte ich auch hier wieder keine Fotos machen, aber Martinas Fotos vom Freiluftwaschbecken sind auch sehr nett geworden. Abends sind wir dann noch zu einem FoodCourt in der Naehe des Hostels gelaufen und danach muede wie ein Stein ins Bett gefallen. Herrlich so ein Bett.

Das Zaehneputzen und Duschen am naechsten Morgen war schon sehr idyllisch, da es gerade hell wurde und die Voegel ihr Gezwitscher starteten. Auch an diesem Morgen ging der erste Weg zum Busbahnhof um Tix zu besorgen nach einigem hin und her haben wir dann noch einen Bus fuer 5 Uhr nachmittags gefunden. Nun konnten wir den Tag entspannt mit einem Fruehstueck beginnen und den ersten Sightseeingpunkt festlegen. Es ging zur St. Pauls Church (eigentlich nur noch eine Ruine auf einem Berg) und dem darunter liegenden hollaendisch gepraegten Stadthuis. Die Ruine hat ein bewegtes Leben hinter sich. Ich versuche noch die Infos zu bekommen, da ich mir nicht alles merken konnte. Man hat einen tollen Blick ueber Melaka bis hin zum Meer. Die Atmosphaere wird durch einen Gitarrenspieler malerisch unterlegt. Die Begeisterung fuer diesen Flecken Erde wurde aber nicht von allen geteilt. Das hollaendische Viertel unter der Church war fuer mich als geschichtsnarr sehr interessant und ich waere gerne laenger geblieben, aber die anderen fanden es wiederum nicht so spannend, ausser sich leicht peinlich mit einer extra aus dem Auto gezerrten Polizistin ablichten zu lassen (sorry fuer den seitenhieb, aber das geht garnicht.). Nun ja wir sind dann nachdem drei fuer uns Karten bei der Touristinformation organisiert hatten, weiter Richtung Chinatown gezogen. Ich sage nur WUNDERSCHOEN . Nicht so poppig, kommerzialistisch und touristisch wie das Chinatown in KL oder hier in Singapore, sondern originaler und urtuemlicher. Mit kleinen Tempeln zwischen den Haeusern und kleinen Laedchen. Sehr, sehr schoen. Veri, Martina und ich haben dann auch noch ein kleines Cafe gefunden indem wir den ganzen Nachmittag haetten verbringen koennen, aber eine SMS zerrte uns zurueck in die Realitaet und in die gleisende Sonne, da Sandra und Marion leicht planlos am Ende von Chinatown auf uns warteten. Da uns irgendwie die Ideen ausgingen machten wir uns auf zu einem grossen nachgebauten portugiesischen Schiff in dem ein kleines Museum beherbergt ist. Fuer mich wiederum sehr interessant, aber auch wieder nicht fuer alle. Inzwischen machte sich in meinem Kopf ein dumpfes Droehnen bemerkbar. Drohende Migraene. Was nun ausser literweise Wasser in mich reinkippen, um sie nicht zum Ausbruch kommen zu lassen. Wir beschlossen ein kleines Restaurant zu suchen, um dort eine Pause einzulegen. Leider kam es nicht soweit. Marion knickte am Ende der Treppe vom Schiff runter so ungluecklich um, dass unsere weitere Planung ins Wasser fiel und wir sie nachdem wir vom dortigen Personal eine Bandage bekommen hatten und  somit den Knoechel stabilisieren konnten (Mum du waerst stolz auf meine erste Hilfe und vorallem auf meinen tollen Kornaehrenverband fuer irgendwas sind meine Erfahrungen also doch gut ) dann noch Richtung Busbahnhof bringen mussten. Dort verbrachten wir die letzten 3 Stunden bis es zurueck nach Singapore ging. Das war das Wochenende.

Fazit: Manchmal ist weniger mehr. Ich fand die Staedte interessant und toll. Das Reisen mit Veri (dies war seit der Toskanareise damals unsere erste gemeinsame Reise) und mit Martina (immer wieder gerne) sehr schoen. Wir hatten viel Spass und gute Gespraeche. Danke an Sandra und Marion fuers Fotos machen und Sorry, dafuer das wir uns manchmal etwas abgespalten haben. Das Aufspalten der Gruppe ist groessentechnisch bedingt glaube ich eine natuerliche Sache, da man 5 Leute schwerlich unter einen Hut bekommt und die verschiedenen Interessen und Einstellungen doch ziemlich auseinander gefallen sind

2 Kommentare 31.1.07 10:17, kommentieren

Bangkok - Wats, Palaeste und Sirocco Bar

Nachdem ich am Donnerstag das Farewell&Welcome Dinner im Equinox (tolles Restaurant mit genialem Blick ueber die Stadt) mit viel Spass und netter Unterhaltung “ueberstanden” hatte, wollte ich schnell nach Hause flitzen. Beim Wollen ist es aber geblieben, da wir (Ebru – eine Kollegin und ich ) ewig auf ein Taxi gewartet haben . Selbst das Rufen eines Taxi nach langem erfolglosem eigenem Suchen hat erstaunliche 20 Minuten gedauert. Nun ja nach 40 Minuten sassen wir dann im Taxi und 20 Minuten spaeter war ich zuhause. Das ist auf jeden Fall etwas was mir in Deutschland fehlen wird – das billige Taxi fahren. Als ich gegen 12 Uhr zuhause ankam warteten schon einige Telefonate auf mich und mein Koffer stand aus irgendwelchen Gruenden auch noch leer in der Ecke und die Waesche, die da rein sollte hing noch faul auf der Leine (muss die echt noch besser erziehen). Also dann man ran. Ich brauche dringend ein Bluetooth Headset, dann kann ich Koffer packen und telefonieren parallel. Werde mal recherchieren was das so kostet.
Also Koffer und ich waren aber dann am Freitag morgen doch fertig gepackt und so ging es nach einem „laestigem“ Zwischenstopp im Office abends mit Tom (Buddy und Arbeitskollege) Richtung Flughafen. Martina wollte es mal wieder spannend machen und ein Taxi nehmen, da sie noch ein Meeting hatte. Im Endeffekt kam sie dann vor uns an, da wir ewig auf den Shuttle Bus zum Budgetterminal gewartet haben. Nun ja wir sind dann auch irgendwann angekommen und haben vor dem CheckIn Andy und Harry den Rest der Herrenreisegruppe getroffen. Die Herren sind dann erstmal was essen gegangen und ich bin schon mal durch die Sicherheitschecks um mich mit Martina zu treffen und im Duty Free gleich mal richtig billig Make-Up zu kaufen. Nach diesem Erfolg machten wir uns auf zum Flugzeug. Die Herren haben sich gleich mal so verspaetet, dass sie ausgerufen werden mussten (welche Mengen habt ihr eigentlich gegessen, dass ihr so lange gebraucht habt? ).
Naja alles ging soweit glatt und wir sind heile am neuen, aber haesslichen Airport in Bangkok gelandet (ich bin mir immer noch nicht sicher, ob nicht mein geschaetzter Grossonkel, da seine Finger im Spiel hatte). Am Flughafen haben wir dann gleich mal die Herren verloren (besser gesagt sie uns, da sie ganz Gentlemanlike vergespurtet sind und wir dann aber in eine andere Richtung mussten, um Martinas Gepaeck wieder einzusammeln). Das war aber nicht schlimm, da wir sowieso woanderst naechtigen wollten, als die Herren (wer will schon im/ am Rotlichtmilieu). Wir haben uns nach einigen Auseinandersetzungen mit einem nichtenglisch sprechenden Taxifahrer (da merkt man was fuer ein Luxus, dass in Singapore ist, wo sie zwar schlechtes Englisch, aber immerhin ueberhaupt mal ein paar Woerter sprechen) zur Khao San fahren lassen. Dort haben wir in einer kleinen Nebengasse, nach einem Fehlversuch, ein sehr schickes Hotelzimmer gefunden. Nach einer erfrischenden Dusche ging es dann zu einer dringend benoetigten Nahrungsaufnahme. Es gab lecker Reis eigentlich mit Shrimps aber der Kellner war so bekifft , dass er Shrimps nicht mehr von Tintenfischringen unterscheiden konnte (sehen sich ja auch sehr aehnlich). Er wollte uns auch allen Ernstes Changi light anstelle von normalen Bier andrehen. Nach diesem kulinarischen Erlebnis machten wir uns auf zur Thaimassage, die sich praktischerweise gleich gegenueber des Hotels befand. So gesaettigt und entspannt ging es dann Richtung Bett. Martina hat dann auch gleich geschlafen (quasi bevor sie auf dem Kopfkissen angekommen ist ). Ich war noch ein bisschen aktiv, da 1. es viel zu warm war – also Klimaanlagen wieder an, 2. im Fenster ein Licht an war, dass mich am Schlaf hinderte – also eines der Handtuecher ins Fenster haengen, 3. Durst und 4. Martina die ganze Nacht SMS bekommen hat und die Vibration mich fast hat aus dem Bett fliegen lassen (das erinnert mich irgendwie ans Skifahren nicht wahr Nata) usw. Hab dann aber doch noch ein paar unruhige Stunden Schlaf gefunden und Martina morgens gleich mal ne Stunde zu frueh aus dem Bett geschmissen, da ich meine Handyuhr nicht umgestellt hatte *ups*. Dafuer konnten wir den Tag entspannt eine Stunde frueher mit einem ausgiebigen Fruehstueck starten. Danach haben wir uns dann zu Fuss Richtung Ananda Samakhom Throne Hall (Area around the Throne Hall) aufgemacht. Sind da sogar rein und konnten uns den ganzen Prunk anschauen. Das bloede ist nur das man sich da immer „polite“ anziehen muss d.h. ueber die ohnehin schon zu warme Hose noch einen Rock und ueber die Schulter ein Tuch oder eine Bluse . Aetzend da zu heiss und auch noch haesslich. Da ist es schon fast wieder ein Glueck, dass man die ganzen Sachen von innen nicht fotografieren darf. Es waere glaube ich sowieso schwierig die Atmosphaere in ein Foto zu bannen. Nachdem wir dort auch noch einen Palast mit 27 schicken Raeumen im Schnelldurchgang (am Anfang meinte das Personal man muesste einer Tour folgen und die wuerde 45 Minuten dauern – wir haben 15 Minuten gebraucht), machten wir uns mit einem TukTuk auf zum Fluss, um mit dem Schnellboot Richtung Grand Palace und >Wat Poh zu fahren. Nach einigen Schwierigkeiten, der TukTukFahrer hatte uns mitten auf einer kleinen Strassen aussteigen lassen und wir mussten dann den Weg finden, aber mit Hilfe einer netten alten Dame, die kaum ein Wort englisch sprach und zwei Polisten fanden wir den Weg dann doch noch. Als nicht mal die TukTukFahrer uns noch eine Fahrt andrehen wollten, wussten wir das wir ganz nah am Ziel sein muessen. Nach ein paar Minuten warten, in denen wir vorallem feststellten, dass wir Hunger hatten, kam das Boot und wir machten uns auf den Weg. Am Ziel angekommen haben wir erstmal an einem Strassenstand unseren Hunger gestillt und uns dann etwas gestresst zum Grand Palace aufgemacht. Wir dachten der hat nur bis um 16:30 auf. Es ist aber so, dass er laenger geoeffnet hat, man aber die Karten bis um 16:30 kaufen muss. Was wir dann auch schafften und nun noch genuegend Zeit zum gucken hatten. Das ist schon alles gigantisch. Soviel Protz, soviel Gold und ganz verschiedene „Haeuser“ zum anschauen. Ueberall gibt es was neues zu entdecken. Wenn ich wieder in Deutschland bin kann ich euch mehr darueber erzaehlen. Nach dem Grand Palace dachten wir eigentlich es sei schon zu spaet fuer den Wat Poh, aber wieder Glueck gehabt , wir durften noch rein und konnten den liegenden Buddha anschauen. Sehr gross und sehr spektakulaer. Bei einem kleinen Paeuschen auf einer Bank (hatte inzwischen doch ein bisschen Schmerzen im Knie) verabredeten wir uns mit den Herren zum gemeinsamen Abendessen. Wir hatten nur keine Ahnung wann und wussten auch nicht so genau, wo das sein sollte. Also schnell ins Hotel und unter die Dusche. Als ich geduscht hatte kamen dann auch schon die Infos von Andy, wann es losgehen sollte und es wurde hektisch. Nach zaehem verhandeln (Andi und Christina – das ist nicht so angenehm wie unsere Verhandlungen gegen Muenster im Sommer) und sehr komischen Zeitangaben, sassen wir dann doch im Taxi. Wir waren gerade losgefahren, als von Andy die sehr charmante Ansage, dass sie nicht auf uns warten koennen, da sie danach schnell in die Sirocco Bar wollen und man da so spaet nicht mehr reinkommt. Super. Was nun? Umkehren (ich war echt nahe dran, aber gut, dass wir es nicht gemacht haben)? Nein, dem Taxifahrer sagen, dass er schneller fahren soll. Kamen dann mit 20 Minuten Verspaetung an (ich finde das ist fuer Maedels durchaus noch im Rahmen) und haben auch noch lecker GreenCurry zu uns genommen. Beim Essen stellten wir fest, dass wir vorallem schuhtechnisch underdressed waren und so nicht in die Bar reingekommen waeren. Also die Herren essen bezahlen lassen und wir sind schnell losgeduest und haben passende Schuhe gekauft. Hat zum Glueck auch geklappt und die Schuhe passen sogar und sehen gut aus. Was ein Glueck (haben auch nur 4 Euro gekostet). Nun waren wir startklar fuer die Bar.
Sirocco Bar – was soll ich sagen. Wir haben hier in Singapore die NewAsia Bar (das ist ein Stockwerk ueber dem Equinox) mit tollem Blick, aber.... hier kommt zu dem tollen Blick auf Bangkok noch hinzu, dass man draussen auf Kissen rumflaetzen und den Blick geniessen kann. Sagenhaft . Seht euch die Fotos an, die ich noch online stelle (hab selber keine gemacht und muss die noch von den anderen zusammen tragen). SUPER! Danke Jungs, dass ihr uns mitgeschleppt habt. Die Caipis waren auch gut und somit war es ein gelungener Abend. Nicht unerwaehnt duerfen die Toilletten bleiben. Tres chic. Mit Blumen und kleinen Handtuechern. Auf dem anderen Balkon spielte auch noch eine LiveBand was schon ziemlich klasse ist im 64. Stock. Andy war fuer ein Taenzchen nicht zu haben (ich weiss du warst nicht abgeneigt, wir haben dich nur missverstanden - das naechste Mal dann). Den restlichen Abend zu beschreiben ist etwas delikat, nicht weil es mir peinlich waere, aber irgendwie war es ein bisschen „langweilig“. Wir waren nach einigen Disskussionen clubben oder amuesiermeile (clubben gehen, ging nicht wegen meinem Knie usw.) Richtung Patpong (das ist, da wo die Sextouristen sich auch rumtreiben) aufgebrochen, um in ein Striplokal Tanzlokal (Danke Andy fuer den Hinweis - habe die Finessen der Abendunterhaltung noch nicht so raus ) zu gehen. Die Fahrt zu fuenft im Auto war extem lustig und der Taxifahrer sehr bemueht uns irgendwo in der Pampa abzusetzen, aber Harald konnte uns zum Glueck zur richtigen Strasse lotsen. Das Amuesierviertel sieht erstmal nicht so nach Rotlichtmilieu aus wie bei uns in Deutschland, sondern mehr nach Shopping. Staende ueberall. Harry hat sich auch brav noch geschaetzte 5 mal bestaetigen lassen, dass wir damit wirklich kein Problem haben. Also wir rein und... erstmal Bier bestellt und dann... naja aus Frauensicht... es war langweilig... die Maedels hatten noch ziemlich viel an (duerfte dann wohl auch fuer die Herren unspektakulaer sein, oder?) und waren sowas von unmotiviert und unrhytmisch (man koennte auch sagen, dass sie sich konsequent gegen die Musik bewegt haben), dass es nicht sonderlich spannend war anzuschauen. Naja Martina und ich finden immer was ueber das man reden kann und auch Andy hat sich immer mal wieder zu einer Aeusserung hinreissen lassen und nach dem Bier sind wir dann mit dem TukTuk nach Hause gefahren.

Diesmal hab ich an der Rezeption Bescheid gesagt, dass sie unbedingt das Licht ausmachen sollen und ... tata tatsaechlich es war aus!!! Super! Am naechsten Morgen haben wir dann beschlossen den Weekend Market ausfallen zu lassen (das ist dann ein Event fuer uns Sandra, wenn wir im April nochmal nach Bangkok fahren) und stattdessen nochmal zur Massage zu gehen und in der Khao San shoppen zu gehen. Nach einigem Stress am Ende standen wir dann puenktlich (frisch geduscht und doch vor lauter Stress wieder verschwitzt) um 14 Uhr an der TravelAgency, um mit dem Bus zum Flughafen zu fahren. Erstaunlicherweise hat es sogar geklappt. Waren rechtzeitig am Flughafen und konnten noch ein kleinen Happs essen bevor es zum schlafen an Board ging.
So...
Toll war es!
Danke an die Herren (Andy, Harry, Tom) fuer den gemeinsamen Abend und entschuldigt bitte die etwas bissigen Kommentare es ist nicht so boese gemeint, wie es rueber kommt (-:
Danke an Martina fuer das entspannte und trotzdem sehr ereignisreiche Wochenende. Waren viel anschauen, shoppen, entspannen und haben uns die ganze Zeit prima verstanden. Freue mich schon auf die naechsten Tripps...
Danke an euch Leser, dass ihr euch durch die vier Seiten Text gequaelt habt – mein Respekt!!

6 Kommentare 23.1.07 07:04, kommentieren

Miss *Tschilina* in India

Der Business trip in eine andere Welt…
Der Hinflug nach Mumbai gestaltete sich sehr entspannt. Der Check-In und die Wartezeit am Flughafen waren dank Franks Raffles Class kein Problem. Der Flug (fuer mich in der Economy Class) war sehr angenehm, da das Flugzeug nicht voll war und ich drei Sitze fuer mich alleine hatte und daher nach dem Essen und Raeuber Hotzenplotz (der laeuft doch tatsaechlich bei Singapore Airlines) konnte ich noch 2 Stunden schlafen. Das war wie sich spaeter herausstellte eine weise Entscheidung. Mit der Landung fingen die Probleme an. Erstmal hatten wir eine Stunde Verspaetung und dann haben wir am Gepaeckband Franks aufgegebenen Koffer erst nach 20 Minuten gefunden. Irgendein netter Mensch hatte das VIP Gepaeck vom Band genommen und so ungluecklich platziert, dass es auf den ersten Blick nicht zu finden war. Der Abholservice der Kollegen aus dem Office hatte trotz der langen Verzoegerung aber problemlos geklappt. Nach einer Stunde Fahrt kamen wir endlich um 1 Uhr nachts ( halb vier Singapore Zeit) im

Hilton an. Das Hotel soll angeblich das Beste in Indien sein. Das kann ich nicht bestaetigen... Den als wir ankamen, wurde es an der Rezeption hektisch. Unsere Zimmer waren noch nicht fertig. Die nette Dame am Empfang hat uns dann auf einen Trink in die Bar eingeladen und uns gebeten doch 10 Minuten Geduld zu haben. Nach 45 Minuten machten wir uns dann doch leicht veraergert Richtung Rezeption auf, wo wir nochmal vertroestet wurden. Frank hat dann mit ueberzeugender Mine verhandelt, dass wir (bzw. Siemens) diese Nacht nicht zu zahlen brauchen (was bei den gepfefferten Preisen, schon ganz ordentlich ist – mein Zimmer hat immerhin 300 US$ gekostet). Nun ja um kurz nach 2 Uhr ging es dann auf die Zimmer, meines lag im 30 Stock mit einem tollen Blick auf die Stadt und ein bisschen auf das Meer. Die Zimmer sind fuer ein Hotel dieser Klasse aber sehr klein (im Copthorne in Singapore war das Zimmer und auch das Bad doppelt so gross).

Nach einer kurzen Nacht traffen wir am naechsten Morgen einen weiteren Kollegen aus Deutschland, der sich dann mit uns vom Hotel Richtung Office aufmachte (wiederum abgeholt von einem Kollege vom Office). Noch ein paar Worte zu den indischen Kollegen, die uns sehr nett und umsichtig betreut haben. Alles wurde fuer uns organisiert. Die Aussprache meines Namens verursacht mir von je her immer ein bisschen Bauchschmerzen und hier in Asien ist es, was das angeht die schlimmste Phase bisher. Das kriegen sie hier einfach nicht geregelt. Aber in Indien ist es richtig suess wie sie Jelena aussprechen "Miss Tschilina" und das ganz weich. Sehr nett, da kann ich ihnen die Verunstaltung meines Namens garnicht mehr uebelnehmen. Aber zurueck zum Thema.

Das darauffolgende Meeting zu beschreiben erspare ich mir und euch. Nur soviel es war sehr hilfreich und absolut informativ zu erfahren wie das DealerManagement in Indien gestaltet wird. Abends ging es dann mit allen Kollegen aus dem Office, die an diesem Tag an den Meetings teilgenommen hatten (Walter hatte parallel einen anderen Workshop) in ein hervorragendes Restaurant. Das Essen war sehr lecker und ein besondere Zugabe war, das man den Koechen beim zubereiten der beruemten Gaelig (ein besonderes Brot) und der Spiesse (nicht nur mit Fleisch sondern auch mit Gemuese und Prawns) zu schauen konnte. Nach einem Absacker in der Hotelbar ging es fuer mich dann gegen Mitternacht absolut erschlagen ins Bett.
Der Flughafen in Mumbai und ich werden definitiv keine Freunde. Frank hatte mich schon vorbereitet, dass am Flughafen viele Leute rumstehen, die dir das Gepaeck aus der Hand nehmen und dann fuer die Hilfe Geld wollen. Aber nicht nur dafuer wird die Hand aufgehalten, sondern auch fuer jegliche Hilfe, die angeboten wird. Der Flughafen ist absolut haesslich und schlecht organisiert (ich sitze gerade noch am Gate und warte aufs Boarding waehrend ich diese Zeilen schreibe). Nach dazu musste ich doch tatsaechlich meinen kleinen suessen und ganz neuen Trolley als Gepaeck aufgeben, da Laptoptasche und Trolley nicht wie sonst ueblich als Handgepaeck durchgehen. Arhhhhh Jetzt muss ich die superschwere Laptoptasche auch noch auf der Schulter durch die Gegend tragen. Die restliche Rueckreise gestaltete sich sehr einfach. Bis auf eine weitere einstuendige Verspaetung lief alles glatt und ich kam wohlbehalten wieder in Singapore an.
Das war der Reiseteil

Nun noch ein paar Zeilen zu Mumbai. Gesehen habe ich nicht viel nur eben auf den Taxifahrten, diese gingen aber quer durch die Stadt. Ich hatte aus meiner Jugendzeit ein Bild von Indien im Kopf, das sich aus einem Buch von Klaus Kordon gebildet hat. Die Realitaet ist viel schlimmer. Ein 12 jaehriges europaeisches Maedchen kann sich solche Dinge garnicht vorstellen. Ich weiss auch nicht, ob sich in den letzten Jahren irgendwas sensationell ins bessere oder schlechtere veraendert hat. Die Stadt ist unheimlich runtergekommen. Dabei sind die alten Haeuser von denen sehr viele gibt (anders als Singapore, wo die alte Haeuser alle abgerissen worden waren) von ihrer Art sehr schoen (Kolonialstil), aber vollkommen runtergekommen und wahrscheinlich auch nicht mehr zu retten. Das ist das aeussere Bild der Stadt, was aber viel schlimmer wiegt sind die Menschen. Slums mit verhungerten Kindern. Menschen die mitten in der Stadt auf der Strasse leben. Bettelnde Menschen. Frauen, die ihre halbverhungerten Kinder an das Autofenster halten um Geld zu bekommen. Kindheit zwischen Autobahn und Blechhuette auf einem Meter breiten verstaubten Stueck Boden. Ich hatte ein paar Fotos aus dem Auto gemacht, aber die Slums und die absolute Armut konnte ich nicht in Bilder fassen. Das schlimme ist, dass das Kastensystem zwar von der Regierung verboten wurde aber in den Koepfen weiter existiert und somit auch in den naechsten Generationen keine Besserung in Sicht. Die Leute sind so gefangen in ihrem denken, dass sie garnicht nach besserem Streben (ob es nun erreichbar ist oder nicht), da das die Religion verbietet.

Eine ziemlich verfahrene Situation die naechsten Jahre werden zeigen, ob die Regierung und die Bevoelkerung das in den Griff bekommt.

1 Kommentar 11.1.07 03:29, kommentieren

Bintan - Wellen, Elefanten und Kakerlaken

Hallo zusammen,
da bin ich wieder... und um einige Erkenntnisse reicher z.B.
- dass ich immer noch seekrank werde, wenn die Wellen zu maechtig werden (Danke an Markus fuer deine Tipps beim Segeln damals, hab sie alle bis auf das Singen befolgt - hat leider auch nicht geholfen, aber immerhin habe ich fast bis zum Ende der Ueberfahrt durchgehalten) Lob an dieser Stelle an den tollen Service der Stewards, die brav Tueten verteilt haben und diese dann auch wieder gefuellt eingesammelt haben und das fuer nahezu die ganze Faehre, da ich nicht alleine war mit meiner Seekrankheit
- dass Kakerlaken einen schweren Holztisch, der auf sie gestellt wird ueberleben koennen
- dass ich durchaus begeisterungsfaehig bin, wenn ein Elefant vor meinem Hotelzimmer auftaucht oder auf einem Pritschenwagen durch die Gegend gefahren wird
- und dass man auch bei 25 Grad furchtbar frieren kann und ich mir aus Verzweiflung sogar noch eine Strickjacke kaufen musste (okay ich hatte mir eine Erkaeltung eingefangen, die mich ziemlich mitgenommen hatte)

Die zwei Tage waren trotz des Regens schoen. Am Samstag hat das Wetter auch noch einigermassen mitgespielt und wir konnten an den Pool und ein langer Strandspaziergang war auch noch drin. Das abendliche Essen (SEAFOOD-Buffet zum Sattessen) war hervorragend und das Fruehstueck am naechsten Morgen war auch klasse, nur etwas getruebt durch den Gedanken, dass wir nachmittags ja wieder auf die Faehre muessen und es immer noch sehr stuermisch war. Inzwischen hatte sich dann auch Dauerregen eingestellt, was den Tag nicht froehlicher gestaltete. Zum Glueck gab es im Hotel ein Leisure-Center in dem wir uns mit Billiard (hab mich tapfer geschlagen, aber gewonnen haben wir nur Dank Andys sehr ueberzeugenden Kuensten) und die anderen noch mit Tischtennis die Zeit vertreiben konnten.
Die Rueckfahrt mit der Faehre war dann nicht so schlimm wie befuerchtet und wir haben alle unser gutes Fruehstueck (waere ja auch zu schade gewesen) bei uns behalten.

Hier ein paar Fotos. Mehr Fotos müsste es bei Andy auf dem Blog geben




3 Kommentare 27.12.06 11:19, kommentieren