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Hanoi ist eine Reise wert

Donnerstag abend und mal wieder Koefferchen packen. Ja inzwischen bin ich richtig gut im Koffer packen. Dieses mal war es nur ein bisschen getruebt durch eine kleine Magen-Darm Schwaeche meines Koerpers, die mich schon um 3 nach Hause und dann fuer Stunden ins Bett gezwungen hat. Auf naehere Details gehe ich hier nicht ein. Es lebe das asiatische Essen So gesehen hab ich auch nur was ganz kleines aber durchaus wichtiges vergessen. Naemlich die guten Lopedium (Immodium fuer Arme) Tabletten. Als mir mein Versehen auffiel blieb nur eine Rettung. Tom war noch bei sich zuhause und hat mir netterweise ausgeholfen. Vielen Dank! Der DaySaverPrice geht diesmal an dich, Tom. Somit konnte es dann unbesorgt losgehen. Sagen wir besser haette koennen, denn ich hatte die Rechnung ohne den in den letzten Tagen zurueckgekehrten Regen gemacht. Ich versuchte also... eigentlich rechtzeitig mit gutem Puffer ein Taxi zum Flughafen zu bekommen, aber ... nichts ging. An der Strasse war keins zu bekommen also musste ich das erste Mal nach drei Monaten versuchen ein Taxi zu bestellen und es klappte... natuerlich lange nicht. Es wurde spaet und spaeter als ich endlich auf einer der drei Nummern, die ich immer abwechselnd angerufen habe, wenigstens mal in der Warteschlange gelandet bin, war es schon halb 5. Okay viertel vor 5 sass ich dann im Taxi und viertel nach 5 sollte der Check-In Schalter geschlossen werden. Was tun. Hurry Hurry und einen kleinen Bonus fuer den Taxifahrer. Der fuhr auch wirklich tapfer trotz stroemendem Regen, maechtig viel Verkehr und Aquaplanning. Zwischenzeitlich dachte ich okay ich kann Martina dann im Flieger noch nachwinken aber nicht mehr mitfliegen. Kurz vorm Ziel rief Martina dann auch prompt an und meinte „wo bist du – sie wollen den Schalter schliessen und lassen nicht mit sich reden“. Ich dann „ich brauche noch 2 Minuten“ und so war es dann zum Glueck auch mit einem letzten Sprint auf Absatzschuhen auf rutschigem Boden (die weiblichen Leser wissen von welchen Problemen ich rede ) kam ich dann auf den letzten Druecker am Check-In an und alles wurde gut. Nach verhaeltnismaessig ereignisloser Wartezeit sassen wir wohlbehalten im Flieger nach Hanoi . Wer meint da wuerde jetzt Ruhe einkehren, der hat ... falsch geraten. Nach einiger Zeit blaetterte Martina ganz vertraeumt durch ihren Reisepass und auf einmal wurde es ganz hektisch nebenan. Sie zeigte auf das Datum des Vietnam Visums und meinte, dass sei falsch es sei doch der Vierte und ich dann (da wir ja am Vierten wieder ausreisen wollten) ja das stimmt ist doch okay und sie wurde noch hektischer (und auch inzwischen ein bisschen laut und auch ein klein wenig hysterisch )  und deutete auf ihren Pass und ich konnte immer weniger verstehen, um was es ging. Bis sich nach einigen Minuten rausstellte, dass sich Martina gedanklich schon im April befindet und somit dachte, dass sie wir mit unserem Maerz Visum nicht einreisen koennen. Grazy Situation, gell Martina . Nachdem das nun auch geklaert der Reisefuehrer (danke an andy fuer die ausleihe – sehr hilfreich und by the way koennte ich den fuer Cambodia vielleicht mal haben ?) gewaelzt und alles Interessante rausgeschrieben war, konnte ich dann doch auf dem mit drei ein halb Stunden recht langen Flug ein bisschen die Augen zu machen (obwohl andy ich gebe dir recht, die reihen werden immer enger bei tigerairways).

Am Flughafen in Hanoi lief dann erstmal alles glatt. Aber es ist schon beunruhigend, wenn diese boese guckenden Immigration Leute nicht mal auf ein Laecheln und ein freundliches Hello reagieren und ueberall boese guckende Soldaten rumlaufen. Nach dieser Prozedur sind wir zum Gepaeckband gelaufen und nach einer schon leicht beunruhigend langen Wartezeit tauchte dann mein Koefferchen auf, aber Martinas blieb mit drei weiteren Koffern verschollen. Leicht Unruhe machte sich breit, vorallem als dann auch schon das Gepaeck des naechsten Fliegers kam und von Martinas Koffer noch immer keine Spur. Auf Nachfrage am Service Point machte sich ein Mitarbeiter dann auf die Suche der Koffer und siehe da nach 5 Minuten kamen die Koffer. Sie hatten sich nur auf ihrer Reise irgendwo verklemmt gehabt. ZUM GLUECK! Also raus aus dem Flughafen und da stand dann auch schon unser Taxifahrer mit einem Schild in der Hand. Mein Name war zwar falsch geschrieben, aber es war noch ertragbar und wir waren dankbar, dass er da war und wir kein Taxi suchen mussten. Nach einer dreiviertel Stunde Fahrt (gefuehlte 2 Stunden - was an einem „HUNGER“ quaengelnden Menschen neben mir  oder am immer wieder wegen Handys am Ohr nervtoetend langsam fahrenden Fahrer liegen koennte) kamen wir wohlbehalten im Viet Anh Hotel an und nach der Organisation des naechsten Tages (Ausflug nach Halong Bay ) und des naechsten Abends (Tickets fuer das Water Puppet Theatre ) gings nach der Stippvisite des Zimmers zum Essen. Das Zimmer war gross und hoch und es stank nach Mottenpulver hatte keine Fenster (wer braucht schon Tageslicht und frische Luft) und war direkt hinter der Rezeption (was, ihr ahnt es schon zu leichten Schlafproblemen meinerseits fuehrte). Das Essen wiederum im 69 war hervorragend aber etwas hektisch, da das Restaurant kurz vorm Schliessen war und wir auf den letzten Druecker aber noch ein sehr leckeres Essen bekamen. Danach ab ins Hotel und ueber Umwege ins Bett und ... liiihhh laut draussen. Ich hatte dummerweise meine Ohrstoepsel kurz unters Wasser gehalten, da sie mir dreckig vorkamen und nun funktionierten sie nicht mehr richtig. Aetzend! Martina war noch ein bisschen am lesen als ich versucht habe trotz Licht (ich habe glaube ich schon mal erwaehnt, dass ich auch mit Licht nachts auf Kriegsfuss stehe) einzuschlafen. Als ich dann die Augen noch mal leicht geoeffnet hatte, war das Licht immer noch an. Ich mich umgedreht und was muss ich da sehen. Martina mit Buch auf dem Gesicht eingeschlafen und Licht an. Also raus aus dem Bett. Buch weg. Licht aus und versuchen einzuschlafen. Nach einer verzweifelten Weile tat dann wenigstens einer meiner Ohrstoepsel und ich konnte doch einschlafen und verhaeltnismaessig gut durchschlafen. Morgens ging es recht frueh aus den Federn, da wir puenktlich zu unserem Ausflug abgeholt werden sollten und es war wirklich so. Der Fahrer war sogar 15 Minuten zu frueh und so mussten wir unser absolut brilliantes (naja sagen wir der toast war gut – vom rest sprechen wir besser nicht) Fruehstueck hektisch verlassen und los ging es Richtung Halong Bay. Dort dann nach einiger Warterei und schon einer Ahnung, dass das Wetter nicht unseren Erwartungen entsprechen wuerde, aufs Boot. Die Fahrt war sehr beeindruckend vorbei an tollen Felsformationen. Wir haben ein Fischerdorf besucht und dann sind wir mit kleinen Booten durch Caves in kleine Buchten gefahren. Toll. Schaut euch die Bilder an. Ich hoffe, dass ihr einen Eindruck bekommt davon. Nach einem Lunch ging es wieder runter vom Boot hoch in eine Hoehle. Diese Hoehle ist Weltkulturerbe und atemberaubend. Riesengross! Tolle Stalagmiten und Stalagtiten. Sogar eine kleine Fontaene entspringt mitten in der Hoehle. Ich kann es leider nicht besser beschreiben und hoffe auf die Wirkung der Bilder. Nach dem Besuch der Insel ging es wieder Richtung Kueste und dann wieder mit dem Bus zurueck nach Hanoi.

Unterwegs wurde uns dann doch die Zeit etwas lang und zwischen den Schlafversuchen machten wir uns dann immer wieder Sorgen, dass wir es nicht rechtzeitig zum Water Puppet Theatre schaffen wuerden. Aber es wurde alles gut und wir hatten noch genug Zeit fuers Internet, Umziehen und Essen gehen. Das Essen war wieder sehr lecker und so machten wir uns gestaerkt auf zum Theater. Das Theater war sehr lustig, interessant und hat sich 100 %ig gelohnt auch wenn ich muedigkeits- und kopfschmerzbedingt (hat mich den ganzen Tag gepklagt gehabt) etwas gelitten habe. Ich war so froh als ich endlich im Bett und ... als ich dank Martina den Nachtportier davon ueberzeugen konnte, dass man nachts nicht mehr laut Musik hoeren muss. Meine Ohrstoepsel funktionierten dann beide wieder und ich konnte bis zum morgen gut schlafen.

Am Sonntag stand dann Hanoi Sightseeing auf dem Programm, aber erstmal lecker Fruehstuecken in einem netten Cafe. Hier merkt man auch sehr deutlich noch den franzoesischen Einfluss. Das Fruehstueck war lecker und kurz danach ging es anfangs schlendernd (wir mussten soviele Fotos machen) und dann ziemlich stramm Richtung Ho Chi Minh Mausoleum, da im Reisefuehrer stand, dass das nur bis 10:15 offen hat und wir waren natuerlich wieder zu spaet und sind natuerlich in einem grossem Bogen wieder von der falschen Seite rangelaufen und wurden natuerlich wieder von Soldaten von unserem Weg zurueck gepfiffen um ueber den richtigen (natuerlich maechtig weit aussen rum zu laufen und dabei waren da noch nicht mal Zeichen, das man da NICHT rumlaufen darf) Weg zum Eingang zu gelangen. Dann erstmal durch die Sicherheitsschleuse. Wasser durfte man natuerlich auch nicht mit reinnehmen und die Kameras musste man samt Handys abgeben. Dann durften wir uns endlich am Mausoleum anstellen und queuen. Wurden natuerlich auch noch einmal aus der Schlange rausgezogen, um die Taschen extra kontrolliert zu bekommen. Beim queuen kennen die Asiaten ja dann auch nichts und ruecken einem uebel auf den Leib. Ich hasse das! Und alles um einen toten Menschen anzuschauen und er sieht es wie aus Wachs und ich gebe zu er ist gut konserviert, aber mehr meiner Meinung auch nicht. Fuer die Vietnamesen ist es aber ein grosses und wichtiges Ereignis Ho Chi Minh anschauen zu koennen. Nachdem wir dann es geschafft hatten die ganze Zeremonie ohne Haenden in den Taschen (VERBOTEN!) zu ueberstehen und wir die Kameras wieder hatten, ging es Richtung One Pillar Pagoda und ... dann Richtung Klo, wo Martina sich ihr Fruehstueck nochmal durch den Kopf gehen liess. Warum? Keine Ahnung wahrscheinlich hat sie den Ananassaft zum Fruehstueck nicht vertragen. Das Klo war auch schick, mal abgesehen vom hygienischen Aspekt (baehhh) stand mitten im Klo ein Baum (siehe Fotos) und die Tueren gingen nicht abzuschliessen, aber das ist nun auch kein Grund die Tuer garnicht mehr zu schliessen, wie es eine Einheimische in unserer Anwesenheit machte. Sehr strange! Durch diesen kleinen Zwischenfall und die Zwangspause danach, schafften wir es leider nicht mehr zum Residential Palace. Der hatte dann Mittagspause von 12 bis um 14 Uhr und wir wollten nicht warten, sondern haben uns mit Motorraedern zur St. Joseph Kathedrale fahren lassen. Die Fahrer haben uns auch gleich bereitwillig alle Sehenswuerdigkeiten am Weg (vorallem die Militaereinrichtungen und die Botschaften) erklaert. Sehr praktisch so was. Die Kathedrale ist maechtig und den ganzen Tag ueber finden Gottesdienste statt an denen man einfach teilhaben kann. Die Vietnamesen sind auch erstaunlich Liturgiefest und alle nehmen aktiv an dem Gottesdienst teil. Beeindruckend!

Nun ja inzwischen war es schon spaeter und wir machten uns auf die Suche nach was zu essen. Wider Erwarten waren wir damit natuerlich erfolgreich und nach der Staerkung machten wir uns an die Neverending Story wie bekommen wir in Hanoi eine Dirty Dancing DVD (background zu dieser geschichte ist lang und irgendwie hab ich den anfang auch vergessen, aber nun ja wir mussten dringend einen solchen film erstehen) zu bekommen. Nach gefuehlten Dutzenden DVD Shops haben wir es dann tatsaechlich geschafft und konnten uns stolz den naechsten Programmpunkten widmen. Wir besuchten den kleinen Tempel auf einer Insel im See, dessen Name mir gerade entfallen ist. Sowohl vom Tempel als auch vom See. Hoan Kiem See. Der Tempel ist sehr klein, aber umso orgineller. Hier fand auch gerade eine Zeremonie von weiblichen buddhistischen „Schwestern“ statt und Martina und ich trauten uns im ersten Moment nicht rein, da wir nicht stoeren wollten. Aber da wurden wir auch schon freundlich aufgefordert einzutreten und zu zuhoeren. Sehr interessant und so friedlich. Eine sehr beeindruckende Religion. Auf dem Weg nach draussen kamen wir noch an einer mumifizierten Riesenschildkroete vorbei, die im See gelebt hat und von der es angeblich noch eine im See geben soll.

Dummerweise habe ich unterwegs irgendwo meine Karte liegen lassen, so dass wir nun nur mit einer schlechten Reisefuehrerkarte ausgestattet weiterziehen mussten. Also suchten wir uns wieder zwei Motorraeder und besser liessen von einem Rikschafahrer suchen (sind dort alle sehr hilfsbereit) und wurde von diesen zur Ambassadors Pagoda, dem buddhistischen Zentrums Vietnams gefahren. Diese Pagoda ist wesentlich groesser als die anderen beiden, die wir vorher gesehen hatte und auch sehr beeindruckend. Auch hier ist mir die friedliche Atmosphaere extrem aufgefallen.

Nachdem nun Martina ihren Plan gefunden hatte machten wir uns auf dem Rueckweg zum Hotel. Natuerlich blieb noch Zeit fuer eine Kaffeepause und fuers Photo machen. Ein klein wenig Shopping war auch drin im Zeitplan und absolut puenktlich landeten wir im Hotel, wo es nach einer Dusche auch schon Richtung Flughafen los ging.

Am Flughafen stellten wir dann fest, dass wir ja oh schreck Flughafengebuehren zahlen muessen und kein Geld mehr hatten. Also ich losgeflitzt einen funktionieren Geldautomaten suchen und noch ein paar hunderttausend Dong holen. Dachten dann das wuerde auch fuers essen noch reichen. Weit gefehlt uns fehlte ca. ein halber Euro und auch das Angebot noch ein paar Singdollar draufzulegen half nichts. Ich wieder meine Visa gezueckt. Also hatten wir noch Geld uebrig und das investierte ich dann in Schokolade fuers Office. Hat genau gereicht und nach geringer Wartezeit machten wir uns abends um neun auf Richtung Singapore. Der Flug war voll und somit war ein erholsamen Schlaf nicht zu denken. Ganz zu schweigen davon, dass wir auch noch gefroren haben wie nochmal was. Baehhh!

War ich froh als ich gegen 2 Uhr morgens endlich in meinem Bett war.

FAZIT: eine absolut lohnenswerte Reise und perfekt fuer einen Wochenendtrip. Die Stadt ist sehr charmant und hat viele nette kleine, verwinkelte Gaesschen und aber auch grossartige Alleen. Die Leute sind sehr freundlich und hilfsbereit und machen es einem sehr leicht sich zurecht zu finden. Interessanterweise tue ich mich inzwischen mit dem Rechtsverkehr doch schon recht schwer.

@ Sabine: ich hoffe, dass der Bericht lange genug geworden ist. Ein weiterer ist noch in der Pipeline also du bekommst genug zu lesen. Und fuer alle anderen Sabine ist schuld, dass ihr soviel lesen muesst

5.3.07 16:42

bisher 6 Kommentar(e)     TrackBack-URL


MARTINA (6.3.07 02:19)
schee wars... wenn man mal von kleinen disastern absieht... =)
hanoi is echt suess! lohnt sich, wiederzukommen!!


Jelena (6.3.07 03:48)
absolut! weisst du noch wie das grosse gebilde hiess an dem wir zufaellig nach der Ambassadors Pagoda vorbeigekommen sind?


MARTINA (6.3.07 05:01)
friendshipcenter!
fallste das meinst, woste wie ein kleiner dreckspatz davorstandest... =)
DAS haste natuerlich gleichmal verschwiegen...TZTZ.... =))


Jelena (6.3.07 06:07)
jab das meinte ich ... kannst du ja dann ausschlachten, wollte dir noch ein paar highlights uebrig lassen (-; das foto ist uebrigens ueberaschend nett geworden (-;


Andy (8.3.07 05:08)
Koennte ja was zur AirportTax-Geschichte sagen, aber ich verkneife es mir lieber! ;-)


Jelena (8.3.07 06:16)
jaja wer lesen kann ist klar im vorteil, aber es lebe die visacard und von daher kannste soviel rumstaenkern wie de willst (-;

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